
Auch am Nachmittag führen wir die Grundgedanken unseres pädagogischen Konzepts verlässlich weiter. Der Hort ist ein Lern- und Lebensraum, in dem Selbstständigkeit, Mitbestimmung, Gemeinschaft und individuelle Entwicklung miteinander verbunden sind. Eine feste Tagesstruktur gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit, lässt ihnen zugleich aber Raum für eigene Entscheidungen, Interessen und Bedürfnisse.
Ein fester Bestandteil des Nachmittags ist die Lernzeit. In diesem verlässlichen Zeitrahmen wählen die Kinder selbst, an welchen Inhalten sie arbeiten möchten. Sie können Gelerntes vertiefen, üben, eigene Vorhaben weiterführen oder sich neuen Herausforderungen widmen. Dabei nutzen sie bekannte Materialien und Lernstrategien, übernehmen Verantwortung für ihr Vorgehen und lernen, ihre Zeit zunehmend selbstständig zu gestalten. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten aufmerksam, geben bei Bedarf Impulse und unterstützen so viel wie nötig.
Im Nachmittagsbereich öffnen sich die festen Stammgruppen bewusst. Die Kinder begegnen und mischen sich in den Arbeitsgemeinschaften und im freien Spiel gruppenübergreifend. Dadurch entstehen neue Kontakte, vielfältige Spiel- und Lernpartnerschaften sowie ein starkes Gemeinschaftsgefühl über die eigene Stammgruppe hinaus. Zugleich können die Kinder die pädagogische Fachkraft als Bezugsperson wählen, zu der sie Vertrauen haben und die sie in ihren individuellen Anliegen, Interessen und Entwicklungsschritten begleitet. Diese Wahlmöglichkeit stärkt Sicherheit, Mitbestimmung und verlässliche Beziehungen.